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Sa, 16:08 Uhr
14.07.2018
Feuerwehr aktuell

Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität

Was da zwei Sondershäuser Stadträte beim Feuerwehrfest in Großberndten erlebten brachte viel Licht aber auch Schatten hervor...

Bestes Wetter hatte der Feuerwehrverein Großberndten für heute bestellt und er wurde nicht enttäuscht. Strahlender Sonnenschein und wenig Wind bei angenehmen Temperaturen ließ es sich gut feier, bei Kaffee und Kuchen und so manchen Bier.

Nicht nur zum Feiern waren die beiden Stadträte der Volkssolidarität, Martin Ludwig und Tobias Schneegans, nach Großberndten gekommen. Der Fraktion der Volkssolidarität (VS) war da etwas zu Ohren gekommen, was, wie Schneegans es bezeichnete, sehr befremdlich ist.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Großberndten haben in ihrem Domizil keine Wasseranschluss und leider auch keinen Abwasseranschluss. Als wir in diesem Jahr den großen Scheunenbrand hatten, konnten sich die Kameraden nach dem Einsatz nicht mal etwas frisch machen, sondern mussten das erst zu Hause tun, so Wehrleiter Thomas Apel gegenüber kn.

Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
v.l.n.r. Martin Ludwig, Christian Lutze (stellv. Wehrleiter), Tobias Schneegans und Wehrleiter Thomas Apel

In der VS entschied man, wir nehmen aus unserer Kasse für die Unterstützung der Verein (hier fließe zum Beispiel die Sitzungsgelder ein) und stellen 500 Euro quasi als Anschubfinanzierung zur Verfügung. Wir wissen, so Schneegans, dass das nicht reicht, aber wir wollen ein Zeichen setzen.

Und dabei stieß man auf ein weiteres Problem. Im Frühjahr hatte man Anträge zur Finanzierung bei der Stadtverwaltung eingereicht, und jetzt bekam man in Großberndten zu hören, wir wissen nichts von irgendwelchen Anträgen. Ortsteilbürgermeister Silvio Hartung will am Montag bei der Stadtverwaltung vorsprechen und genauer ermitteln, was da los ist.
Das Ganze bezeichnete Schneegans mehr als befremdlich.

Neben dem Wasser- und Abwasserproblem braucht man auch etwas zum Umziehen. Der Feuerwehr muss geholfen werden, sind sich die beiden Stadträte einig. Hier ist die Satdt gefordert.

Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Aber nicht nur gefeiert wurde. Hier übt der Nachwuchs bereits für künftige Einsätze. Die Einsatzabteilung der Wehr Großberndten hat 19 Kameradinnen und Kameraden (zwei Frauen) und die Jugendwehr hat 18 Mitglieder (zwei Mädels).

Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Die Kameraden der FFW Sondershausen-Mitte waren mit der Drehleiter vor Ort und so konnte mancher Bürger den Ort von oben sehen.

Großberndten

Auch die beiden Stadträte waren beeindruckt, so lange mit dem Auto gefahren und man war immer noch in der Stadt Sondershausen und man bestaunte das Ganze von oben.
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschubfinanzierung durch Volkssolidarität (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Kommentare

16.07.2018, 08.58 Uhr
MaxPowerSDH | Selbst-Verherrlichung
... na da haben sich ja mal wieder die großen Lobbyisten des Stadtrates selbst beweihräuchert. Für die Schlagzeile kann man auch mal 500 Eur springen lassen.
16.07.2018, 13.41 Uhr
Tobias Schneegans | update in der Sache
Heute Vormittag bekam ich einen Anruf von der zuständigen Fachbereichsleiterin der Stadtverwaltung. Die angeblich nicht vorhandenen Antragspapiere liegen vor. Es gibt heute noch ein Gespräch mit dem Ortsteilbürgermeister Silvio Hartung. Das heißt konkret, es ist Bewegung in der Sache. Die Verwaltung begleitet das Verfahren aktiv. Das sind doch mal gute Nachrichten!

Zu dem Kommentar von einem jungen Herrn aus Stocksen (MaxPowerSDH) fällt mir eigentlich nur eine Frage ein: „Was genau haben Sie letztes Wochenende eigentlich ehrenamtlich für unsere Stadt gemacht?“

Bevor man, ohne über das entsprechende Hintergrundwissen zu verfügen, einfach mal Leute in den Dreck zieht, sollte man doch die dafür eingesetzte Energie verwenden, um selbst etwas fürs Gemeinwohl zu schaffen. Wenn jeder ein ganz klein mit dazu beiträgt, wird es für alle schöner…
16.07.2018, 16.04 Uhr
tannhäuser | Selbstverherrlichung?
Dann warten wir mal auf den Landtagswahlkampf und wenn die parteigebundenen Kandidaten*Innen grosszügig Steuer- (Lotto-)Gelder verteilen.

Eine Spende aus der VS-Kasse für eine wichtige Sache wie die Feuerwehr finde ich nicht kritikwürdig.

Auf den eingemeindeten Dörfern Sondershausens wohnen nun mal auch Bürger. Und die haben dasselbe Recht auf schnelle Hilfe im Katastrophenfall oder Respekt für ihre Probleme wie Einwohner der Kernstadt oder näheren Gebiete.

Und die Herren Schneegans und Ludwig haben gehandelt und im Gegensatz zu anderen im Wahlkampfmodus nicht nur irgendwas versprochen ohne konkrete Finanzierungszusage.

Daher meinen Respekt für das Zeichen, das solche Unternehmer setzen.
17.07.2018, 09.55 Uhr
MaxPowerSDH | Ehrenamt nur am Wochenende?!
Lieber Herr Schneegans vom Franzberg,

ich bin nicht nur am Wochenende gemeinnützig aktiv sondern helfe allgegenwärtig, auch monetär.

Aber ich sonne mich nicht in dem Ruhm. Hören Sie bitte auf, meine Kritik für Ihre Selbstdarstellung zu mißbrauchen.

Natürlich muss der FFW geholfen werden. Nur eine einmalige Spende hilft da kaum. Es müssen planbare Finanzen vorliegen. Da muss sauber konzipiert und budgetiert eine Basis geschaffen werden. Und wenn die steht können Sie sich meinetwegen das Bundesverdienstkreuz anheften lassen!
17.07.2018, 11.00 Uhr
tannhäuser | Da stimme ich Ihnen zu!
Das ist eine Sache, in der sich alle Stadträte, unabhängig von Partei- oder Wählervereinigung ohne zu blockieren mit dem Bürgermeister einig sein sollten.

Aber da habe ich so einige Zweifel, wenn ich daran denke, wer sich da in der letzten Sitzung zu welchem eher sekundärem Thema gegen Steffen Grimm profilieren wollte.

Und es müssen nach Möglichkeiten alle Feuerwehren in jeder Gemeinde unterstützt werden. Und nicht nur pressetaugliche Vorzeigewehren mit Mitgliedern, die gute Verbindungen zu einzelnen Stadtratsmitgliedern haben.
17.07.2018, 17.29 Uhr
MaxPowerSDH | Danke Tannhäuser...
... so sieht die Angelegenheit nämlich aus!
17.07.2018, 18.16 Uhr
Tobias Schneegans | ...wo liegt denn das Problem MaxPowerSDH ?
Sehr geehrter Herr MaxPowerSDH,
natürlich kann man die Dinge so interpretieren, wie man sie selbst gerne sehen möchte. Ich persönlich bezweifele, dass wir in dieser Thematik auf einen Nenner kommen würden. So oder so, wir wollten Unterstützung geben, darüber reden und damit auch beispielgebend ein öffentliches Zeichen zur Problematik (die wie Herr Tannhäuser treffend bemerkt hat, alle örtlichen Feuerwehren mehr oder weniger betrifft) setzen.

Ein Vorschlag zur Güte, bringen Sie doch Ihr allgegenwärtiges Engagement mit in den Stadtrat ein. Nächstes Jahr wird der Stadtrat neu gewählt. Stellen Sie sich auf und gestalten Sie mit, statt sich als Heckenschütze zu versuchen. Gerade Ihre Generation sollte bei der Gestaltung der Zukunft der Heimatstadt aktiv mitgestalten. Der „Ruhm“ der Kyffhäuser Nachrichten reicht für alle…
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