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Fr, 09:14 Uhr
17.11.2017
Kommunalpolitiker äußern sich

Bürgermeister-Kandidatin arbeitet an Tourismuskonzeption

Bürgermeister-Kandidatin Anne Bressem setzt sich mit den Mitgliedern des SPD Ortsvereins Sondershausen für eine Tourismuskonzeption ein, die die touristischen Ziele der Kernstadt mit denen der Ortsteile verbindet...

Die Tourismuswirtschaft ist für Thüringen ein wichtiger Wirtschaftszweig. So wird durch die Tourismusbetriebe in Thüringen jährlich ein Bruttoumsatz von rund 3 Mrd. Euro erwirtschaftet.[1] Etwa 80.500 Personen können in Thüringen ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus unterhalten.

Während der Tourismus im Kyffhäuserkreis in den letzten Jahren eine enorme Aufwertung erfahren hat, werden die touristischen Potenziale unserer Stadt Sondershausen nicht ausgeschöpft. Die Herausforderung liegt in der Verknüpfung von Kultur-, Familien- und Naturerlebnissen. Mit unseren Partnern aus den Ortsteilen wären wir in der Lage, eine leistungsfähige touristische Infrastruktur anbieten zu können. Die touristischen Potenziale unserer Region ließen sich hervorragend mit den Angeboten der Ortsteile verbinden. So könnte ein bunter Mix aus Kultur, Natur und Aktiv sowie Wellness und Gesundheit geboten werden.


„Vor diesem Hintergrund sind wir gut beraten, unsere Ressourcen noch besser zu nutzen, Qualität vorhandener Angebote zu steigern, zusätzliche Nachfrage zu schaffen und neue Zielgruppen anzusprechen. Der Erfolg einer ganzheitlichen Tourismuskonzeption ist im Ergebnis abhängig von interessanten, kreativen und innovativen Ideen. Wir plädieren daher für eine unabhängige Tourismusmarketingsituation, welche die Region über die Kernstadt hinaus im Blick hat“, so Bürgermeister-Kandidatin und Ortsvereinsvorsitzende Anne Bressem.

Unsere Stadt hat mit mangelnden Investitionen in Infrastruktur zu kämpfen. Viele Sondershäuserinnen und Sondershäuser können das nahezu täglich beim Spaziergang durch die Innenstadt beobachten. Demgegenüber stehen wunderbare Ausflugsmöglichkeiten für alle Generationen, beispielsweise der bei Familien beliebte Freizeit- und Erholungspark Possen oder aber das Schloss Sondershausen für Kulturliebhaber sowie das Erlebnisbergwerk in Sondershausen. Es fehlt jedoch an Kooperations- und Vernetzungsprojekten, die ebenso die Sehenswürdigkeiten der Ortsteile wie beispielsweise den Erlebnispark Straußberg, die Holländer Windmühle in Immenrode, den historisch sagenumwobenen Frauenberg oder aber das Idyll rund um das kleine und große Loh in Berka mit in den Blick nehmen. Natur, Aktiv, Familie, Kultur und Gesundheit müssen in einem Konzept zusammenlaufen, Synergien für die gesamte Stadt erarbeitet werden, um sie darauf aufbauend attraktiv vermarkten zu können. Das ist unser Ziel.

Das Thüringer Wirtschaftsministerium unterstützt Prozesse, die sich an einem Tourismusmarketing mit überregionaler Bedeutung orientieren. Für die Förderung der touristischen Infrastruktur stehen in Thüringen zwei Instrumente zur Verfügung.Dies ist zum einen die Förderung im Rahmen der GRW-Richtlinie, Teil II „Förderung des Ausbaus der wirtschaftsnahen Infrastruktur“ [2] zum anderen die Förderung im Rahmen der Richtlinie zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im Thüringer Tourismus.[3]

„Wir müssen den Tourismus als Zukunftsprojekt begreifen, es gibt in Sondershausen eine Menge Sensationelles zu entdecken. Das müssen wir sinnvoll mit anderen interessanten Angeboten aus der Region verknüpfen, dann ist die Zukunft unserer Stadt gesichert. Wir werden Förderperspektiven des Thüringer Wirtschaftsministeriums prüfen sowie das Erfolgsmodell der Städtebauförderung im Bund künftig weiterhin nutzen, um auch auf diesem Wege zur Innenstadtbelebung und einem familiengerechten Sondershausen beitragen zu können“, so Anne Bressem abschließend.

[1] Studie des dwif (dwif Consulting GmbH 2015: Wirtschaftsfaktor Tourismus für Thüringen 2014).

[2] Thür StAnz Nr. 19/2015, S. 884 892.

[3] Landesprogramm Tourismus neu -, Stand: 15.10.2015, Thür StAnz Nr. 48/2015, S. 2086 2090.

Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Ortsverein Sondershausen
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Kommentare

17.11.2017, 11.52 Uhr
WasGehtAb | Wie sagte doch Goethe im Faust: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube"
Sehr geehrte Frau Bresem,
der Wille Sondershausen mit den Ortsteilen touristisch voranzubringen ist sicherlich löblich.
Das Potential hierfür hätte Sonderhausen ganz sicherlich, wenn ich nicht in ihren Zeilen wieder einmal nur einen egoistischen unterschwelligen Klang höre. Sie sprechen ausschließlich von Vernetzung der Stadt Sondershausen mit ihren Ortsteilen. Hm, so gesehen sehr löblich gegenüber ihren zukünftigen Wählern. Glauben Sie nicht, dass mehr dazu gehört als nur sich touristisch regional aufzustellen?
Schaffen Sie Voraussetzungen in Ihrer Stadt und vergessen Sie nicht die touristischen Leistungsträger vor Ort in Ihre KONKRETEN Pläne einzubinden. Und vergessen Sie nicht Ihre Bürger in Ihrem Vorhaben mitzunehmen, denn was nützt Ihnen ein Goldes Ortseingangsschild wenn der Bürger außen vor ist. In einer Zeit der Globalisierung ist es auch sehr wichtig die Zusammenarbeit in der gesamten Region voranzutreiben. Dazu zählen auch die Städte hinter der „Bratwurst“ wie Bad Frankenhausen, Kelbra, Sangerhausen u.v.a.
Und nicht zu vergessen, von allein geht sowieso nichts. Hierzu braucht man sicherlich Ideen aber auch eine schlagkräftige Truppe, die Ihre Ärmel hochstreifen und auch anfassen können.
Vom Schreibtisch aus hat sich noch nie etwas bewegt!
Ich wünsche Ihnen alles Gute für Ihr Vorhaben, denn Sondershausen ist viel mehr als nur Schloss und Possen!
17.11.2017, 19.17 Uhr
AnneB | Richtig...
Herzlichen Dank für Ihre Anregung. Gut, dass auch Sie den Bedarf sehen. Das bestätigt mich in meinem Handeln. Auch ich halte es für absolut notwendig, die Sondershäuser mitzunehmen. Vor diesem Hintergrund bin ich unablässig im Gespräch, ob auf der Straße, in den sozialen Netzwerken, am Telefon etc..

In diesem Prozess ist es wichtig, die Region insgesamt touristisch aufzuwerten. Dazu muss Sondershausen seinen Beitrag leisten. Ich möchte das künftig aktiv nach vorne bringen.

Viele Grüße,
Anne Bressem
17.11.2017, 20.51 Uhr
stcyprien | Tourismus?
Sie wollen sich verstärkt für den Tourismus einsetzen. Dann müssen erstmal die Grundvoraussetzung in Sondershausen geschaffen werden. Schaut man in die Stadt, da gibt es keine große Auswahl an Hotelbetten. Die Gastronomie ist auf einen sehr schwachen Level. Einkaufsmöglichkeiten werden dominiert von Secondhand Läden.
Was sollen da Touristen hier.
Versuchen Sie erstmal die Innenstadt wieder attraktiv zu machen.
Vor allem sicher für Bewohner und Gäste.
Wenn diese Grundvorraussetzungen geschaffen sind kann man den Schritt zum Tourismus gehen.
18.11.2017, 00.42 Uhr
Micha123 | Sondershausen und Tourismus?
Immer diese Zahlen und Statistiken... "80.500 Thüringer verdienen ihren Lebensunterhalt mit Tourismus"...
Rechnet man dann einmal Gebiete wie den Thüringer Wald, Eisenach, Erfurt, Weimar, Jena (Saale) weg, wie viele bleiben dann übrig? Abgesehen die, die zum Beispiel nach Bayern zur Arbeit pendeln oder Hessen, Niedersachsen - diese fallen doch auch mit unter die 80.500. Denkt Frau Bressem etwa, dass in Sondershausen zukünftig zig Menschen mit Tourismus ihr Geld verdienen? Und, dass die vielen Touristen die Stadt beleben??

Frau Bressem, Sie sind vielleicht ein neues Gesicht aber gehalten und gefördert werden Sie von denen, welche schon seit der Wende, seit 27 Jahren die Fäden in Sondershausen ziehen. Alleine Ihre Parteizugehörigkeit zeigt dieses, ebenso wie der Familienkreis. Denn genau die SPD und das Umfeld, hat es in der Zeit versäumt in SDH richtig etwas auf die Beine zu stellen. Jetzt kommen Sie und wollen alles besser machen? Seit der Wende weiß die Stadt nicht was sie will, Wirtschaft? Kultur? Tourismus?
Es gibt noch nicht einmal ein Hotel in der Stadt. Wenn man 21 Uhr noch etwas Essen gehen will, so fährt man lieber nach Nordhausen oder Mühlhausen. Dort sind die Innenstädte belebt. In SDH wird man zur gleichen Zeit in der Innenstadt durch "bunte Neubürger" angepöbelt.

Wie viele Konzepte gab es schon? Stadtmarketing... Sondershausen erleben... Im Herzen Musik... und was weiß ich nicht. In regelmäßigen Abständen lässt man sich immer etwas Neues einfallen aber es tut sich am Ende nichts.
Was brachte der Thüringen Tag? Klar, schöne Bilder, toller Umzug aber finanziell bereicherte es nichts. Ja..sie waren zu dieser Zeit auch kein Bürgermeister aber Ihre Parteigenossen und viele Bekannte hatten da mit das Sagen. Die Leute wollen jetzt mit Ihnen alles besser machen?

Was ist in den Ortsteilen? Die Menschen dort sollen etwas vom Tourismus haben?
Es gibt in den meisten Orten weder Einkaufsmöglichkeiten oder Gaststätten. Fahren Sie einmal von Schernberg nach Himmelsberg. Die Strecke kommt einem vor, als wäre auf diesem Belag schon Napoleon lang gezogen... Warum gibt es dort keinen Rad-/Fußgängerweg? Denn ist man so dort unterwegs, so ist es lebensgefährlich! Orte wie Kleinberndten sind im Winter fast gar nicht zu erreichen, weil nicht geräumt wird. Ebenso ist es mit der Reinigung und Räumung der Radwege.
So will man Touristen anlocken, wenn man die einfachsten Dinge nicht macht?

Wenn Sie etwas tun wollen, so schaffen Sie Arbeitsplätze und zwar durch Betriebe. Wenn die Einwohner mehr Geld in der Tasche haben oder vielleicht weniger pendeln müssen, so kommt automatisch eine Innenstadtbelebung.
Wie wäre es mit einem Ausbau der B4 - ja es gibt die Umgehungsstraße in SDH aber die müsste von Erfurt bis Nordhausen durchgängig 4-spurig sein.
Kaum ein Erfurter würde schnell einmal nach Sondershausen fahren, wenn er 50km hinter einem LKW fest steckt...
Machen Sie sich stark, dass sich Firmen ansiedeln. Arbeiten Sie an solchen Konzepten.

Die Zukunft mit Tourismus.. da müssen Sie 20 Jahre lang Grundlagen schaffen. Und trotzdem sind da die Erfolgschancen gering. Im Süden der Thüringer Wald, im Norden der Harz. Da muss viel geschehen, dass da Sondershausen wie ein Phoenix aus der Asche kommt... oder wie ein Leuchtturm blinkt.
18.11.2017, 16.41 Uhr
AnneB | Vielen Dank
Lieber Micha123,
auch Ihnen vielen Dank für Ihre ausführliche Schilderung. Niemand behauptet, dass wir alles perfekt gemacht haben, aber nichts ist schlimmer als wenn wir jetzt im Stillstand verharren. Ich will die Themen aktiv angehen. Dazu gehört eine Potenzialanalyse. Mein Ziel ist ein Masterplan für Sondershausen zu erarbeiten, zu dem selbstredend auch all Ihre Punkte gehören. Insofern vielen Dank für Ihre offene Darstellung. Ich plane ein integriertes Stadtentwicklungskonzept, das ich nicht allein vorgebe, ich mache das mit den Bürgern, um unsere Stärken mit den Sondershäusern zu entwickeln. Sondershausen hat großes Potenzial, das sollten wir aktiv nutzen, um für die Bürger bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Ich glaube an unsere Stadt, an unsere gemeinsame Kraft, an unseren Zusammenhalt an unsere Stärke. Ich könnte mir vorstellen, Sie ebenso.
18.11.2017, 20.16 Uhr
Micha123 | Tourismus Plan
Danke für Ihre Antwort Frau Bressem. Ich beneide Sie nicht, denn Ihre prägnanten Darstellungen und Ziele, es ist eine Mammutaufgabe.

Stagnation will niemand. Betrachtet man aber viele Bereiche, so ist zu erkennen, dass es Stillstand schon eine ganze Weile in Sondershausen gibt.
Gründe dafür lassen sich nur erahnen, liegen aber definitiv nicht nur bei einer Person und zwar dem jetzigen Bürgermeister.
Die zukünftige Führungskraft in Sondershausen muss also auch notwendigerweise die Verwaltung durchmustern. Gewiss wird es auch dort Änderungen geben müssen.

Meine Beurteilung haben Sie ja gelesen. Meinerseits würde ich auch ein Wirtschaftskonzept erstellen. Dieses wäre in der Rangfolge noch vor dem Tourismus.

Da Sie sich ja im Wahlkampf befinden, so hoffe ich, dass Sie im Falle eines Wahlerfolges Ihre Themen nicht vergessen und auch umsetzen können.
Sie sind eloquent und gescheit. Schade, dass Sie kein parteiloser Kandidat sind.
In diesem Sinne - viel Erfolg!
18.11.2017, 20.43 Uhr
AnneB | Gemeinsam für unsere Stadt!
Lieber Micha123,
lassen Sie uns doch gern mal für ein Gespräch treffen. Und ja, meine Partei war so freundlich, mich aufzustellen. Das hat sie getan, weil wir Mitglieder überzeugt sind, dass ich mit allen Gruppierungen in der Stadt gute und nachhaltige Entwicklungen auf den Weg bringen kann. Für mich ist wichtig, eine neue Beziehungskultur zwischen Einwohnern und Stadt aufzubauen. Jeder Einzelne soll spüren, dass er gebraucht wird, dass alle miteinander verbunden sind und ein gemeinsames Ziel vor Augen haben, unsere Stadt besser, attraktiver und schöner zu machen. Ich würde meinen, dies ist ein überparteilicher Ansatz, für den es sich lohnt, stark zu machen!
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