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Fr, 15:11 Uhr
06.10.2017
Eishockey

Harzer Falken im Vergleich mit Erfurt und Halle

Das zweite Wochenende der Saison steht vor der Tür und mit den TecArt Black Dragons am Freitagabend in Erfurt und den Saale Bulls aus Halle am Sonntag um 18:00 Uhr im heimischen Wurmbergstadion stehen erneut schwere Brocken vor der Tür, die den Falkenjungs alles abverlangen werden...

Ganz nebenbei wurde jedoch auch hinter den Kulissen einiges an Arbeit verrichtet, die einen positiven Saisonverlauf begünstigen sollen.

Grundsätzlich wähnte man sich noch im Sommer in der Lage gegen diese beiden Mannschaften den einen oder anderen Punkt einzufahren. Doch bekanntermaßen stehen die Vorzeichen auch an diesem Wochenende derart, dass man einen großen Kampf liefern muss, um es diesen beiden Teams so schwer wie möglich zu machen.

Denn nach zwei Siegen gegen die Preussen aus Berlin, von dem einer in der Overtime eingefahren wurde, und einer 2:4-Heimniederlage gegen Timmendorf sind die Erfurter Dragons recht ordentlich mit 5 Punkten in die Saison gestartet und stehen begünstigt durch eine Partie mehr als die Konkurrenz auf Platz 5 der Tabelle. Ein Start, der durchaus einiges an Selbstvertrauen geben sollte, da auch das Torverhältnis mit 7:7 ausgeglichen gestaltet wurde und sich gleich fünf Spieler in die Torliste eintragen konnten. Dabei schmerzt wahrscheinlich vor allem das Karriereende von Christian Grosch ganz besonders, der vor der Saison mit einem Abschiedsspiel und großer Show verabschiedet wurde. Doch mit Robin Sochan, Carsten Gosdeck, Michal Vazan und Jakub Wiecki hat man noch immer Spieler in den Reihen, die in der Lage sind, Spiele zu entscheiden. Und eine ganz besondere Ehre wurde dem Ex-Braunlager Sebastian Hofmann zuteil, der für diese Saison zum Mannschaftskapitän ernannt wurde. Und dann ist da noch die besondere Atmosphäre der „Kartoffelhalle“, die für die Falken bereits in der letzten Saison zuletzt nicht eingenommen werden konnte. Dass dies jedoch nicht unmöglich ist, hat Timmendorf am letzten Wochenende bewiesen, als man den Hausherren mit 2:4 in die Knie zwang.

Ganz anders sind da die Saale Bulls aus Halle in die Saison gestartet. Denn mit einem 4:1-Heimsieg gegen Rostock und einem 2:3-Auswärtssieg in Timmendorf hielt man sich schadlos und startete mit glatten 6:0 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz. Dabei sah sich der neue Trainer Dave Rich, der vom Ligenkonkurrenten Timmendorf an die Saale gewechselt war, nach den namenhaften Abgängen von Sebastian Albrecht und dem mittlerweile eingedeutschten Igor Bacek (beide zu den Hannover Indians) oder auch Danny Albrecht (Herner EV), Gabriel Federolf (Freiburger Wölfe) sowie Denis Frominych (Mosikitos Essen), um nur einige zu nennen, großen Aufgaben gegenüber. Doch mit Tim May und Maximilian Spöttel im Gepäck aus Timmendorf angereist hatte man in Halle mit Steven Tarasuk und Bryan Cameron wesentlich mehr Glück mit den Kontingentspielern als die Harzer. Zumal dieses Duo mit dem Deutsch-Kanadier Nathan Burns ergänzt wurde, der genau wie Nick Pitsikoulis in den letzten beiden Spielzeiten inaktiv war, aber mit drei Torvorlagen gleich als Vorbereiter glänzte.

Ein Glücksgriff, der den Falken leider verwehrt blieb, die an diesem Wochenende sogar ganz ohne Kontingentspieler auskommen müssen, da Pitsikoulis unter der Woche das Training wegen einer Rückenverletzung abbrechen musste. Doch gerade diese Personalie ist es auch, die den Verantwortlichen zusätzliche Kopfschmerzen bereitet. Denn auch am letzten Wochenende musste man resümieren, dass nach dem bereits abgereisten Sammy Banga auch Pitsikoulis bei weitem nicht die Erwartungen erfüllt oder erfüllen kann. Statt für Torgefahr vor dem gegnerischen Tor zu sorgen, verursachte er diese in beiden Spielen durch Puckverluste eher vor dem Harzer Tor und setzte in der Offensive keine Akzente. So ist man im Harz weiter auf der Suche nach einem Torjägerduo, dass den Falken das so nötige Erfolgserlebnis bringen soll. Die Liste der Kandidaten ist lang und man ist zuversichtlich, dass man schnellstmöglich Vollzug melden kann. Und um die Verantwortlichen in ihrer Arbeit zu entlasten wird mit Bernd Wohlmann ab sofort einer als Sportchef die Geschicke in der sportlichen Abteilung leiten, der bereits in puncto Passwesen und Büroarbeit viel Arbeit im Hintergrund geleistet hat und zudem über eine Menge Erfahrung und Kontakte verfügt, die in Zusammenarbeit mit Erik Pipp dazu beitragen sollen, dass der Kader der Falken nicht nur durch Kampf und Willen auffällt, sondern es den Gegnern auch wieder schwer macht, die Punkte gegen die Harzer einzufahren. Denn auch wenn die beiden ersten Saisonspiele mit deutlichen Niederlagen endeten, muss man dem Kader zumindest zugestehen, dass sie in beiden Spielen über lange Phasen der Spiele recht ordentlich mitgehalten haben und die Niederlage in kurzen Phasen mit einigen Toren der Gegner entschieden wurden. Umso mehr wurde auch in diesen Spielen deutlich, dass genau diese Spieler, die in den starken Momenten auch die Tore machen, fehlen und dem Team das notwendige Selbstvertrauen geben könnten.
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