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Fr, 15:23 Uhr
08.09.2017
Aus der Polizeiarbeit

Nackt nahe der Gleise

Gestern, gegen 15.40 Uhr, informierte der Triebfahrzeugführer einer Regionalbahn die Bundespolizei über eine nackte männliche Person, die sich nah der Gleise bei Straußfurt aufhielt. Hier die ganze Geschichte...

Eine Streife der Bundespolizei begab sich zu dem Ort, der sich an der Bahnstrecke zwischen Erfurt und Straußfurt befand. Hier stellten die Beamten zwei männliche Personen im Gleisbereich fest, die dabei waren Fotoaufnahmen zu machen. Bei einem der beiden, einem 47-jährigen Deutschen handelte es sich offensichtlich um den Fotografen, der Bilder von einem unbekleideten 18-jährigen afghanischen Staatsangehörigen fertigte.

Auf Grund des Vorfalls war für die auf der Strecke verkehrenden Züge ein Langsamfahr-Befehl erteilt worden, in dessen Folge sieben Züge verspätet fuhren. Die beiden Personen wurden der Strecke verwiesen. Zugleich ermittelt die Bundespolizei gegen beide wegen betriebsstörender Handlungen.

In dem Zusammenhang weist die Bundespolizei auf die besonderen Gefahren hin, in die sich Personen begeben, die unbefugt Gleise betreten. Oft wird die Gefahr unterschätzt. Besonders wenn wie in diesem Fall das Fotografieren die ganze Aufmerksamkeit beansprucht, gerät die Umgebung schnell aus dem Blick.

Mit Alltagserfahrungen ist die Gefahr nicht zu erfassen. Ein Zug, der sich mit 160 km/h nähert, benötigt für eine Strecke von 100 Metern nur 2,25 Sekunden. Selbst bei Windstille hört man ihn zu spät. Auch der Blick in den Fahrplan verspricht keine Sicherheit, dass kein Zug kommt. Viele Sonder- und Güterzüge sind nicht in den Fahrplänen für den Personenverkehr eingetragen. Weiterführende Informationen zu diesen sowie zu weiteren Themen finden Sie im Internet unter Kriminalprävention@polizei.bund.de.
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