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Do, 08:47 Uhr
10.08.2017
Starkregen im Nationalpark Harz

Aus Wanderwege werden Gräben

Die Starkregenfälle im Juli 2017 haben im Nationalpark Harz größere Schäden insbesondere am Wegenetz hinterlassen als zunächst angenommen. Besonders betroffen sind die nördlichen Nationalparkreviere des Schutzgebiets. Auf dem Brocken ist besonders viel Regen gefallen. Die Flüsse und Bachläufe konnten das Wasser nicht fassen, teilweise sind ganze Wegbereiche fortgespült worden...

Der Abfluss über Holtemme, Ilse und die zahlreichen Nebenbäche und Gräben war deshalb sehr stark. Innerhalb von 72 Stunden fielen auf dem Brocken 256 mm Regen, das sind über 25 Wassereimer pro Quadratmeter. Diese Wassermassen konnten die Bäche nicht fassen. Das Wasser suchte sich eigene Wege und riss dabei Geröll, Äste usw. auf seinem Weg mit. Bergab schwollen die Wassermassen kurzzeitig dermaßen an, dass ganze Wegebereiche verschwunden sind.

Nach gründlicher Bestandsaufnahme auf der gesamten Nationalparkfläche wird das ganze Ausmaß der Schäden deutlich. Neben den Forstwegen und- straßen sind auch viele Wanderpfade betroffen. Es kam zu Abbrüchen an Straßen- und Wegekörpern zu den Gräben hin, Auskolkungen in den Wegen, Geröllablagerungen und Unterspülungen.

Das alles führt dazu, dass Wegeabschnitte teilweise schwer passierbar sind. Besonders gefährlich sind Unterspülungen am Wegekörper oder an den Auskolkungen. Hier besteht die Gefahr, einzubrechen und sich zu verletzen, da diese Stellen teilweise schwer einsehbar sind. Man bitte insbesondere Mountainbiker und Radfahrer, das Befahren der Nationalparkwege momentan aus den genannten Gründen noch zu unterlassen bzw. mit größter Vorsicht zu fahren. Es wird informiert, wann welche Wege wieder gefahrlos befahrbar sind, hieß es aus der Nationalparkverwaltung.

Starkregenschäden im Hasselbachtal (Foto: Sabine Bauling)

Die Nationalparkverwaltung arbeitet intensiv daran, die Wegeschäden zu beseitigen. Dazu kommt zunächst eigenes Personal zum Einsatz. Darüber hinaus sind Unternehmer im Einsatz, mit weiteren Betrieben sei man im Gespräch. Neben Maschinenarbeit bedarf es auch umfangreicherer Materialtransporte, um die ausgespülten Wege wieder aufzubauen.

Man bitte um Verständnis und werde sich bemühen, in der Hauptwanderzeit im Herbst wieder viele Wege zum Wandern und Radfahren anbieten zu können, hieß es aus der Nationalparkverwaltung.
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