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Mi, 12:48 Uhr
09.08.2017
Meldungen aus der Region

Einführung der hochfokussierten Ultraschall-Therapie

Kein Schnitt - keine Narben: Innovative Echotherapie zur schonenden Behandlung von Fibroadenomen der Brust und gutartigen Geschwulsten der Schilddrüse jetzt im DRK Krankenhaus Sömmerda eingeführt. Dazu diese Meldung der DRK Krankenhäuser in Thüringen und Brandenburg mbH...

Lediglich 10 deutsche Kliniken haben Zugriff auf dieses hochmoderne Verfahren!

Die hochfokussierte Ultraschall-Therapie kann bei gutartigen Knoten die Brust-OP bzw. die Schilddrüsen-OP ersetzen.
Ein Knoten in der Brust ist für jede Frau etwas Beunruhigendes. Unter der Dusche oder beim Eincremen tastet sie plötzlich eine Verdickung, die vorher nicht da war. Der erste Gedanke: Ein Tumor! Und das stimmt auch: Das lateinische Wort Tumor heißt übersetzt einfach Schwellung.

Die gute Nachricht: Der überwiegende Teil der Tumoren in der Brust ist gutartig und die größte Gruppe bilden die Fibroadenome, etwa 10 Prozent aller Frauen sind davon betroffen. Jetzt können die Patientinnen aufatmen: Das Brustzentrum Mittelthüringen im DRK Krankenhaus Sömmerda bietet eine neue schonende Echotherapie an, die völlig ohne Brust-Operation nur mittels hochenergetischer Ultraschallwellen eine gezielte Behandlung gutartiger Fibroadenome ermöglicht. Die Echotherapie ist eine neue, nicht-invasive Methode zur ultraschallgesteuerten Behandlung gutartiger Knoten der Brust, die mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall (HIFU) arbeitet.

Einführung der hochfokussierten Ultraschall-Therapie (Foto: Jörg Ropers)
DRK Krankenhaus Sömmerda bietet eine neue schonende Echotherapie zur schonenden Behandlung von Fibroadenomen der Brust und gutartigen Geschwulsten der Schilddrüse an. Fotos: Jörg Ropers

Das DRK Krankenhaus Sömmerda bietet nun erstmalig in Thüringen diese innovative Therapie, mit der ohne chirurgischen Eingriff und somit ohne Narbenbildung Fibroadenome wirkungsvoll behandelt werden können, an. Dabei erzeugt das Echopulse® System von Theraclion hochintensive gebündelte Ultraschallwellen, die in dem Fibroadenom eine Temperatur von etwa 85 Grad Celsius bewirken, was zum Absterben und zum sukzessiven Abbau der Geschwulst führt.

Dank der extremen Präzision wird nur der Tumor zerstört, das umliegende gesunde Gewebe wird nicht verletzt. Bei einem ersten Testlauf mit hochintensivem fokussierten Ultraschall wurden die Mitarbeiter des Brustzentrums Mittelthüringen im DRK Krankenhaus um Chefarzt Dr. med. Steffen Liebers von der Hersteller Firma „Theraclion“ geschult und in die Technik eingewiesen. Chefarzt Dr. med. Liebers erklärte, dass Sömmerda nun einer von 10 Standorten in Deutschland ist, in dem diese für die Patientinnen schonende Methode angewendet werden kann. „Die hohe Präzision, mit der die Echotherapie arbeitet, ist für den Heilungsprozess ein großer Fortschritt. Unsere Patientinnen müssen nun keine Angst mehr vor einer OP haben und können sich rechtzeitig behandeln lassen“, so Liebers weiter.
„Und so auch bei gutartigen Schilddrüsenknoten“ bestätigen Chefarzt der Viszeralchirurgie Dr. med. Roth und die leitende Oberärztin und Schilddrüsenspezialistin Dr. med. Morgner, denn auch im sensiblen Bereich des Halses kann der hochintensive fokussierte Ultraschall Operationen in ausgewählten Situationen vermeiden.


Schilddrüsenvergrößerungen mit Knotenbildung sind weit verbreitet und etwa jeder dritte Erwachsene ist hiervon betroffen. In 95% der Fälle sind die Vergrößerungen harmlos und müssen mit Medikamenten behandelt oder nur regelmäßig kontrolliert werden. Werden die Knoten jedoch größer und besteht die Gefahr einer Störung der Hormonproduktion der Schilddrüse, steht meist die Operation oder die belastende Radiojodtherapie mit Zerstrahlung der Schilddrüse an.

Einführung der hochfokussierten Ultraschall-Therapie (Foto: Jörg Ropers)
Als Alternative zu diesen Methoden kann nun im DRK Krankenhaus Sömmerda der hochintensive fokussierte Ultraschall zur Behandlung eingesetzt werden. Dieser vereint die Vorteile beider genannten Therapieverfahren. Wie bei der Operation werden nur die betroffenen Gewebsanteile entfernt und das gesunde Schilddrüsengewebe geschont, andererseits kann ohne das operative Risiko, wie bei der Radiojodtherapie behandelt werden. Wichtig hierbei ist, dass im Gegensatz zur Radiojodtherapie die Behandlung mit hochintensivem fokussierten Ultraschall ohne Strahlenbelastung durchgeführt werden kann.
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