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Di, 15:01 Uhr
08.08.2017
Das ist Thüringer Beförderungspraxis an den Gymnasien

Schlag in die Magengrube für Gymnasiallehrer

In der Beförderungsrunde 2017 jagte eine Hiobsbotschaft die nächste. Zunächst erfuhren die Lehrerinnen und Lehrer, dass dies die letzte Beförderungsrunde für Gymnasiallehrkräfte ohne Funktionsstelle werden wird. Anschließend gab es die Botschaft...


..."dass es lediglich 54 Beförderungsstellen geben soll, wobei die allermeisten für Schulleiter und deren Stellvertreter im Eingangsamt A 13 vorgesehen seien (die teils seit Jahren diese Aufgabe ohne adäquate Bezahlung erledigen). Nun ist klar, dass selbst diese 54 Stellen nicht alle ausgereicht werden konnten. Fazit: Die Beförderungsrunde 2017 war für Gymnasiallehrkräfte ein weiterer Schlag in die Magengrube!“, so Heike Schimke, Vorsitzende des Thüringer Philologenverbandes.

„Der Beförderungsstau bei Gymnasiallehrkräften ist inzwischen so groß, dass wohl knapp 99 Prozent mit ihrem Eingangsamt in Pension gehen werden müssen.“

Im Schulbereich sind Änderungen des Besoldungsgesetzes geplant. Im Zuge dessen sollen Ämterbündelungen abgeschafft werden. Das betrifft sowohl die Ämterbündelung A 12/A 13 bei Regelschullehrkräften als auch die A 13/
A14 im Gymnasialbereich und im Bereich der Berufsbildenden Schulen.

Der Thüringer Philologenverband hat im Ausgleich für die Abschaffung der Ämterbündelung die Schaffung von mehreren Funktionsstellen an den Thüringer Gymnasien gefordert. Diese sind wichtig, um Entwicklungschancen bieten zu können, die für die Gewinnung von Nachwuchs-lehrkräften immer wichtiger werden.

Während jedoch sich bei den Regelschullehrkräften abzeichnet, dass alle künftig eine Besoldungsanpassung in Richtung A 13 (Hälfte des Differenzbetrages) erhalten, ist Gymnasiallehrern das Lachen vergangen. Die derzeitigen Planungen verheißen nichts Gutes.

Der Thüringer Philologenverband hat die Landesregierung aufgefordert, sich für ein zukunftsfähiges Personalentwicklungskonzept für Gymnasien einzusetzen.
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